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    Welche Distanzen fährt man denn so mit Cross-Skates?

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    Welche Distanzen fährt man denn so mit Cross-Skates?

    Beitrag  Gastzugang am Fr 9 Jun 2017 - 8:51

    Hallo!
    Ich bin Tanja, war früher Schwimmerin und bin dann zur Leichtathletik gewechselt. Cross-Skating scheint ja ein toller Sport zu sein, aber da ich aus dem Wettkampfsport komme, würde ich gern wissen, welche Distanz welche Trainingswirkung hat und welche Wettkampfdistanzen es so gibt. Wie alles, was ich sportlich mache, würde ich dass dann schon sehr systematisch und engagiert angehen. Das ist kein überambitionieter Ehrgeiz, aber mich interessiert eben, was ein Training im Körper bewirkt, damit jeder Trainingeinheit nicht nur Spaß macht, sondern auch einen nachvollziehbaren Sinn ergibt. Kann mir da jemand Auskunft geben?

    Vielen Dank! Tanja aus Bensheim
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    Frank Röder

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    Re: Welche Distanzen fährt man denn so mit Cross-Skates?

    Beitrag  Frank Röder am Fr 9 Jun 2017 - 10:29

    Hallo Tanja,

    freut mich, wenn sich ambitionierte Einsteiger im Forum zu Wort melden.
    Zu deinen Fragen ein klares JEIN! Tolle Antwort, was? Nein, es ist so, dass wir (einige ebenfalls Engagierte, aber hautsächlich ich) schon zahlreiche Aufzeichnungen vom Cross-Skating ausgewertet haben und immer noch viel zu wenig über die Trainingswirkungen aussagen können. Mich persönlich wurmt das, weil ich schon mehr als 10.000 Ausdauer-Sportler betreut habe, oft mit sehr genauen Trainigsplänen, und dann kommt die genialste Sportart überhaupt dazu und ist sportwissenschaftlich schwer greifbar. Das liegt aber wahrscheinlich auch an der Sportwissenschaft als "nicht-exakte" Wissenschaft.
    In der Leichtathletik und im Schwimmsport ist man da sehr genau in der Methodik. Beim Cross-Skationg scheint es im Vergleich dazu eine weniger exakte Bindung der Trainingseffekte an die Trainingsdistanzen,- dauer, -intensitäten, - dichte und die Wiederholungszahen zu geben.
    Konkret heißt das wohl, dass eine intensive Ausfahrt über 6 bis 8 km auch einen erheblichen Trainingseffekt aus die Langzeitausdauer, Fettstoffwechsel usw, hat, obwohl man sich keine halbe Stunde belastet. Umgekehrt wirken sich auch ruhige Ausfahrten über 20 bis 40 km oft spürbar auf Tempohärte und Grundschnelligkeit aus, obwohl kein spezifisches Intervalltraining absolviert wird. Man kann fast sagen, dass jede Distanz und jede Intensität, fast alle sportlichen Eigenschaften fördert. Sicher aber die typsichen Ausdauereinheiten mehr die Ausdauer und die "harten" und schnellen Einheiten mehr das Tempo. Die Übergänge sind aber fließender, so dass man nur schwer konkretere Trainingsmethoden angeben kann, die sich bewährt haben.
    Was ich damit sagen will: Wer sich keine Gedanken um seine Trainingsplanung mit Cross-Skates macht, wird viel erreichen und macht auch nicht viel verkehrt. Wer systematisch eingeplante ganz spezifische Trainingseinheiten durchführt, wird aber doch noch etwas mehr erreichen. Das nur vorweg.

    Vielleicht noch etwas zum Charakter der verschiedenen Distanzen. Ich gehe im Training dabei von einem mittleren Tempo aus, also von dem/der Durchschnitts Cross-Skater/in. Schnelle werden die angegeben Distanzen um bis zu 30 % verlängern, Langsamere unm bis zu 30 % verkürzen müssen, um vergleichbare Kilomererzaheln zu erhalten. Wettkampf ist dann natürlich "Vollgas".


    TRAINING

    0,3-0,5 km: Das ist die Distanz, die man als Anfänger nach kurzer Übungszeit oft schon durchfahen kann. Selten mehr, genügt aber, um durch Wiederholung (mit angemessenen Pausen!)
    fitter zu werden.
    1 km: Wer das schafft, hat schon eine gewisse Ausdauer, der Sprung zu 5 km ist dann schon kleiner als man denkt. Als ersthafte Traininsdistanz aber noch zu kurz oder eben anfangs mit Pausen und wiederholt.
    2-3 km: Hier wir es schon interessant, denn eigentlich könnte man noch etwas weiter fahren, aber pausiert vernünftigerweise, bevor einen ein Fahrfehler niederstreckt. Für erfahrenere, aber langsamere Cross-Skater ist dies schon eine ernstzunehmende Trainingsdistanz, denn gut 15 Minuten Training am Stück ist ja schon Ausdauertraining.
    4-7 km: Wer diese Strecek schafft hat schon "gewonnen", jetzt ist es nur eine Frage des kontinuierlichen Weitermaches bis auch zweistellige Kilometerzahlen locker abgespult werden können. Für routinierte Cross-Skater ist diese Strecke schon ein wirksames "Trainings-Quickie", mit dem man weder "volle Pulle" (etwas Einrollen am Anfang) noch tiefenentspannt viel verkehrt machen kann.
    rund 10 km: Wer das täglich macht wird fitter als jeder Turnschuh. 10er kann man schnell oder langsam traineren, wobei die schnellen gar nicht weh tun. Aber Vorsicht, nicht nur am Limit trainieren und auch die langsamen Einheiten bringen eine Menge.
    15-20 km: Für viele eine sehr beliebte Standard-Distanz im Trainig, die dann oft eine gute Stunde bis 90 Minuten dauert. Wer nioht täglich trainiert, wird allein mit zwei solcher Einheiten pro Woche schon eine enorme Leistung aufbauen. Die Training sind lang genug um auch weitere Ausdauer zu bekommen. Wer vielleicht 20 dieser Einheiten überstanden hat, schafft auch Marathon (dann langsamer!) ohne weiteres Spezialtraining. In dieser guten Stunde kann man auch gut weitere Schwerpunkte, wie Kraftausdauer-Training oder Intervall-Training einbauen.
    25-35 km: Die "lange Einheit" für den maximalen Trainingseffekt, was die Ausdauer betrifft. Muss aber für reine Gesundheits-Cross-Skater gar nicht sein. Daüber hinaus nimmt der Trainingsreiz durch das geringere Tempo wieder ab. Trotzdem machen, alle die das können, auch 40 km und längere Strecken viel Spaß.

    Bedenken sollte man, dass dies für überwiegend Asphalt gilt. Reine Cross-Strecken sollte man in Relation bis zu einem Drittel kürzer ansetzen.


    WETTKAMPF
    Hier ist die gefühlte Härte bei Cross-Wettkämpfen noch stärker ausgeprägt. Man kann schon fast sagen, dass sind ein 10 km Cross-Wettkampf am Ende anfühlt wie ein 20 km Straßenwettkampf. Deswegen sollen reine Cross-Wettkämpfe nicht zu lang sein und der Schwierigkeitsgrad maximal mittelschwer sein.

    5-7 km: Die absolute Sprintstrecke für Routiniers (da wäre schon Einzalstart sinnvoll) und Einsteigerstrecke für Jedermann-Wettkämpfe, wenn man sich nur weinge Monate vorbereiten kann.
    10-12 km: Schon eine Herausforderung für Neu-Cross-Skater, besonders auf Cross-Böden schon ein schwerer Brocken. Für Routiniers sind die 10 km immer noch fast ein Sprint und oft zu kurz um im Wettkampf eine sportliche Entscheidung herbeizuführen. Das Ergebnis ist dann zu oft nur taktisch bedingt, weil es zu wenige Möglichkeiten zum Überholen gibt. Im Einzelstart (Einzelzeitfahren) sind die 10 km jedoch sehr fair. Veranstalter die "Sportler" anlocken möchten und nicht nur Touristengaudi bieten wollen, sollten mindestens 10 km als Wettkampfdistanz anbieten, besser etwas mehr, damit sich die Anfahrt auch lohnt.
    15-22 km: Immer noch eine richtig schnelle Wettkampfdsitanz, aber mit angemessener Ausdauerkomponente - vielleicht der beste Kompromiss für viele. Als Cross-Wettkampf mitunter schon sehr anspruchsvoll.
    25-35 km: Hier beginnt die Ausdauer, eine dominierende Rolle zu spielen. Für weinger routiniere Cross-Skater, als Wettkampf schon etwas zu lang. Wer nur auf "Ankommen" dabei sein will, soll sich besser an längeren Touren beteiligen, da werden dann keine Helfer aufgehalten, wegen Nachzüglern. Eigentlich die maximale Distanz die man für überschaubare Cross-Wettkämpfe ansetzen solllte.
    40-60 km: Das sind die Marathon und Ultra-Wettkämpfe, die von den Spezialisten immer noch schnller als 20 km/h absolviert werden können. Nur für Freaks, aber das ist auch nur ein kleinerer Teil der Szene.

    Zwischen Straße und Cross gibt es noch die Intermediate-Wettkämpfe, die auf gemischtem Boden ausgetragen werde und irgendwo daziwschen liegen. Als entspannte Tour kann man locker von den doppelten Distanzen als den Wettkampfdistanzen ausgehen, da geht einiges mehr, was im Wettkampf kaum noch sinnvoll wäre.

    Ich wünsche dir viel Spaß als Cross-Skaterin! (kommt uns mal in Groß-Gerau besuchen, ist nur ein Katzensprung)
    Frank


    _________________
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    54.000 km Cross-Skating seit 2005. 26 Cross-Skates in 13 Jahren: u.a. Trailskate, 13 Skikes, Powerslide "Rockskate 2"-Umbau. Aktuell: SRB XRS06 Umbau; "Rockskate 3" SRB XRS07-Umbau auf 7-Zoll-Reifen; "Rockskate 4" SRB XRS02-Umbau auf 7-Zoll-Reifen. Meine Stöcke: "Tour" aus Modular-Karbon in Sondergröße 188,5 cm / "Renn+Trainings-Stock" KV+ Tornado Sondergröße 185 cm / "Berg-Stock"  KV+ CH-1 Sondergröße 179,5 cm. Biometrie: 185 cm, ~72 kg, ~7,5 % Körperfett.
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    Re: Welche Distanzen fährt man denn so mit Cross-Skates?

    Beitrag  Peter Skater am Fr 9 Jun 2017 - 19:01


    Hallo Tanja,

    aus meiner eignen Erfahrung kann ich noch beitragen, dass die Trainingsdistanzen sich bei mir nach den Möglichkeiten richten, wie sie von der "Hausstrecke" vorgegeben ist.

    Anfangs habe ich 10 km Runden absolviert und hatte aber auch Pausen drin. Ziel war es natürlich, keine Pause mehr zu machen. Ich habe mir einen Zielpunkt ausgesucht und mir vorgenommen, "da will ich hin". Ich habe lieber Pausen gemacht, als die Runde zu verkürzen. Schön war es, als ich die Strecke das erste Mal durchskaten konnte.

    Dann sind mit den weiter gesteckten Zielpunkten auch die Touren immer länger geworden. Heute skate ich gerne eine Feierabendrunde und habe dafür zwei Strecken zur Auswahl. Eine, ohne Cross-Anteil, von ca. 13 km und eine, mit Cross-Anteil ca. 10 km. Am Wochenende skate ich gerne längere Strecken (25 - 40 km).

    Als Wettkampfdistanz kenne ich und habe auch schon teilgenommen, am 03.10. "Lauf gegen das Vergessen" mit 5, 10 und 20km (Cross). Die Kombination Cross-Skaten und Laser-Gewehr findet man häufiger im Internet als Veranstaltung, dazu kann ich aber aus eigener Erfahrung nichts sagen.

    Gruß
    Peter Skater



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    Re: Welche Distanzen fährt man denn so mit Cross-Skates?

    Beitrag  Peter Skater am Do 19 Apr 2018 - 22:05


    Hallo Tanja,

    hast du mittlerweile eigene Erfahrungen gesammelt?

    Ein Bekannter von mir hat vor Kurzem auch mit Cross Skating angefangen. Er startet auch am liebsten von Zuhause und erweitert so langsam seinen Aktionsradius. Die Strecke, die er vom Laufen kennt, war die erste die er abgerollt ist. Seit dem wird es Stück für Stück mehr... ganz nach Tagesform.

    Solche und ähnlich motivierte Streckenwahl habe ich jetzt mehrfach gehört. Aus meiner Sicht ist das ein Beleg dafür, dass man eher nicht die Skates ins Auto packt und dann zu einem vermeintlich besseren Startpunkt fährt, sondern ganz praktisch, falls möglich, vor der Haustür beginnt und dann den Radius langsam vergrößert.

    Mein Bekannter hat die Hausrunde jetzt schon (mind.) zwei Mal geschafft. Ich hoffe, dass sich die Gelegenheit ergibt, dass wir demnächst mal zusammen rollen.

    Gruß
    Peter Skater



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    Re: Welche Distanzen fährt man denn so mit Cross-Skates?

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