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    Welche PROs und CONTRAs gibt es für den Vorderfußabdruck beim Cross-Skating?

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    Frank Röder

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    Welche PROs und CONTRAs gibt es für den Vorderfußabdruck beim Cross-Skating?

    Beitrag  Frank Röder am So 17 Apr 2011 - 20:18

    Aus den Roll- und Gleitsportarten mit a) Klappschienen oder Klappbindungen am Fuß oder b) Skates mit sehr kurzem Radstand (<35 cm) kommt immer wieder der Einwand, dass man beim Cross-Skating den Vorderfußabdruck simulieren solle. Zunächst einmal ist ein effektiver Vorderfußabdruck nur über kurze Hebel möglich, womit eine möglichst geringe verlängernde Wirkung des Fußes/Schuhs/Skates über den Ballen hinaus gemeint ist. Beim Laufen rollt der Fuß ab und ein Läufer mit sehr hoher Kraftausdauer und geringem Körpergewicht könnte mit zu großen Schuhen, die vorn eine realtiv steife Sohle besitzen, sogar auf langen Distanzen schneller laufen. Theoretisch! In der Praxis werden die Schuhe auch bei Profi-Marathonläufern mit hervorragendem Kraft-Last-Verhältnis immer noch nicht "verlänget". Beim Eisschnellauf und Speedskating kommt der Vorteil der "langen Kufe" nicht dadurch zu Stande, dass länger abgerollt werden kann, sondern dadurch, dass auch am Ende eines langen und kraftvollen Abdrucks
    der Skate weniger nach außen abdriftet/ausweicht und dadurch ein längerer Abdruck möglich wird.
    Klappmechanismen haben sich beim Eisschnellauf und Speedskating nicht so richtig durchgesetzt. Solche Mechanismen sind vom Skilanglauf bekannt und haben dort auch ihre Berechtiugung, weil beim Stürzen das Verletzungsrisiko für die Knie geringer ist. Die Kontrolle des Skis wird aber in fast jeder Situation schwieriger. Ein längerer Abstoß ist durchaus auch möglich, wenn man jedoch bedenkt, dass die kritischste Phase für Kontrollverluste immer dann beginnt, wenn die Ferse den Skiholm verlässt, muss dieser Kompromiss grundlich überdacht werden. Eindeutig zu beobachten ist, dass immer mehr Skilangläufer einen Stil bevorzugen bei denen die Ferse den Holm fast nie verlässt und bei Rollskiwettkämpfen stellen viele Sporter den Mechanismus gern so ein, dass der Rollski praktisch fast ständig an der Ferse bleibt.
    Im Cross-Skating Sport wird überwiegend auf Klappbindungen verzichtet, was sich mit erhöhter Sicherheit und schneller Reaktionsfähigkeit der Skates bemerkbar macht. Ein Klappmechanismus verlagert außerdem beim Vorderfußabstoß zwangsläufig das Gewicht stark auf das Vorderrad, was gerade beim Crossfahren, die Bodenhaftung am Hinterrad verschlechtert.
    Der Skate driftet dann kaum kontrollierbar nach innen. Erst bei größerem Radstand ab rund 60 cm und gleichzeitig weit hinten angebrachter Bindung wird diese Abdrift neutraler. Grundsätzlich wird der
    Rollwiderstand und die Gefahr des Steckenblebens oder Einfädelns in Moment des Vorderfußabdruck sehr stark erhöht. Ein Vorteil des Vorderfußabdrucks mag die kurze Entspannungsphase sein, die der Schienbeinmuskulatur (Fußheber) gegönnt wird, wenn der Ski/Skate entspannt an der Klappbindung hintergezogen wird. Dies wird auch durch den oft praktizierten Stilfehler der "hohen Ferse" beim
    Cross-Skating mit Skates ohne Klappmechanik erreicht. Beide Techniken bringen zwar kurze Entspannung, aber erhöhen das Risiko in brenzlichen Situationen in diesem Augenblick die Kontrolle zu verliern, etwa auf das Dreifache (emprisch ermittelt). Ein längerer Abdruck über das Vorderrad ist mit den vergleichweise langen Cross-Skates zwar möglich, aber wegen des sehr langen Hebels nur mit viel schwächrem Abdruck am Vorerrad, also auch nur mit geringerer Effizienz. Beim Langlaufski lastet der Vorderfußabstoß nur minimal stärker auf dem Vorderski, bei Cross-Skate überwiegend, was sich technisch leicht erklären lässt durch die allgemein bekannte sehr unterschiedliche Baulänge von Skating-Skikern und Cross-Skates.

    Frank


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    anjoe
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    Re: Welche PROs und CONTRAs gibt es für den Vorderfußabdruck beim Cross-Skating?

    Beitrag  anjoe am Mi 9 Dez 2015 - 9:11

    Hallo,

    auch ich habe ein Paar Argumente PRO und CONTRA zum Vorderfußabdruck, die wohl noch nicht als Gründe für oder gegen die Verwendung von skibindungs-ähnichen Mechaniken an einigen wenigen Cross-Skates genannt wurden. Frank hatte in einem Beitrag letzte Nacht zum Thema "Crusiser Cross-Skates" einige Gründe CONTRA aufgeführt, die sonst öffentlich auch noch niemand geäußert hat. Das ist keine Behauptung von mir, ich habe, aus beruflichem Interesse, danche lange gesucht/recherchiert, er war der Erste, der es öffentlich erwähnt hat. Andere Fachleute müssten die Argumente aber kennen...und schweigen.
    Bei der Argumentsation CONTRA werden in der Cross-Skater Szene leider bestenfalls nur die Argumente "etwas unsicherer" und "Bremseneinbau komplizierter" aufgeführt. Beim Verkauf von Cross-Skates, oder um ein Klapp-System für den persönlichen Gebrauch abzulehnen, sind diese Argument eigentlich stichhaltig genug. Was aber die Beführworter, vielleicht verschweigen, viel wahrscheinlicher aber gar nicht wissen, sind ganz andere Argumente, die wir an meiner Fakultät auch gemessen haben.
    Obwohl die Untersuchungen nicht weitergeführt wurden, dürfen die Mitarbeiter keine Messwerte veröffentlichen, es ist uns aber nicht untersagt darüber zu reden und die Erkenntnisse als "SOFTFACTS" zu diskutieren.
    Frank deutet an, dass es schon Messungen anderer Auftraggeber gab, die den Vergleich mit und ohne Klappmechanik gegenübergestellt haben. Der Ansatz der Firma Skike hat kein Ergebnis gebracht, gehört allerdings auch nicht zu den wissenschaftlich fundierten Arbeiten. Es klingt zwar immer gut, wenn man Lactatmessungen durchführt, aber wir Praktiker wissen schon aus anderen Gründen, dass damit keine sekundären oder indirekten Beweise für die Effiizienz einer Beweguing erbracht werden können. Das gehr nur über die messbare Effizienz, in der Praxis also das erzielte Tempo. Diese Untersuchung ist also sachlich komplett abhakt und war, sportwissenschaftlich gesehen, sinnlos.
    Bei den anderen Test, die von Produkherstellern gemacht wurden, hat man ebenfalls "ergebnisorientiert" gestestet, was bedeutet, dass man ein bestimmtes Ergebnis wollte und wenn es nicht kam, gab es keine große öffentliche Diskussion. Und die Ergebnisse kamen offensichtlich nicht, wie gewünscht. Wenn dann in Sportkadern untersucht wurde, sollte es eigentlich besser aussehen, aber die Tests wurden auf den Laufbändern wohl schnell als praxisfern erkannt. Außerdem wird im Skibereich vieles nicht weitergeführt, wenn das Ergebnis in der Praxis auf einem Regelverstoß basieren würde und fixierte Fersen sind im Skilanglauf eben nicht zugelassen. Der wichtigste Grund dafür ist beim Skating, wo die feste Ferse etwas bringen könnte, die Verletzungsgefahr beim Stürzen und das ist ein wichtiges Argument. Das "Gelenk" am Vorderschuh gibt nach, bevor Bänder reißen oder Knochen brechen, so einfach ist das.
    Biomechanisch ist es richtig bei freien Bewegungen, wie Laufen und Springen, des ganzen Fuß bzw. die Fußlänge auszunutzen, also den Fuß voll abzurollen und über die Fußspitze abzustoßen. Dabei werden mehr Muskeln für den Vortreb eingesetzt.
    Beim Skating wird aber die Bewegung auch zur Seite verlängert, was eine breitere Führung der Skates/Ski zur Folge hat, oft eine anderen Roll/Gleit-Winkel und weitere Veränderungen. Man drückt nicht einfach nur länger, sondern bewegt sich komplett anders, erheblich komplexer nämlich und im Falle der Skatingbewegung mit recht vielen Nachteilen belastet. Es stimmt zwar, die Wade kann mit einem Klappsystem einen schönen Druck aufbauen, jeder Leichtathlet wird zunächst jubeln.

    Wir haben uns vor der Untersuchung schon gefragt, warum die Klappsysteme bei Inlinern/Speedskates wieder abgeschafft wurden und sich auch beim Eisschnelllauf nicht so ganz durchsetzen konnten. Der Grund muss auch auf dem Eis in der ausladenderen Bewegung/Seitbewegung der Skates zu finden sein. Die Skates (auch Cross-Skates oder Ski) müssen, wenn die gewünschte Schubverlängerung eintritt, auch von weiter außen zurückbewegt werden. Die Sportler sind aber schon oft an ihrer Beweglichkeitsgrenze und so ist jedeS extrem breite Wiederrückführen aufwändig und oft schon wieder ineffizient. Weitere Bewegungen erfordern auch stärkere Ausgleichsbewegungen, was im "System Sportler" wiederum Energie verschwendet.

    Die Untersuchungen die mit fixierter Ferse und freier Ferse gemacht wurden sind uneindeutig. Es konnte kein Vorteil der freien Ferse belegt werden. Subjektiv mag man sich "freier" fühlen mit freier Ferse, objektiv macht man aber mit fixierter Ferse auf langen Strecken und unter schwierigeren Geländebedigungen weniger gravierende Fehler. Das kann jeder bei sich selbst "nachmessen". Wenn dann aber der breite ausgeführte Skatingschritt wieder schmaler gesetzt wird, um diesen Nachteil zu vermeiden, kann man wieder auf die Klappmechanik verzichten. Man erhält den Nachteil automatisch dann, wenn man den Vorteil der Klappmechanik versucht zu nutzen, der Nachteil ist als an den erhoffen Gewinn unmittelbar gekoppelt, also unvermeindlich.
    Auch das, was Frank da andeutet, ist völlig richtig. Besonders die zusätzliche Massenbewegungen wurde offentlich noch gar nicht diskutiert. Das Sportgerät "klappert" am Fuß und muss ständig wieder unter Kontrolle gebracht werden und gerad durch das Mehr an Bewegungsfreiheit auch mehr bewegt werden. Bremskonstruktionen die unter diesen Bedingungen arbeiten  können niemals (auch, wenn der Erfinder des "Festschraubens einer Calfbrake an einem Schuh", jetzt furchtbar traurig sein wird, weil das seiner Behauptung widerspricht) so effizient sein wie fixe Bremssyteme am Skate. Man denke nur an eine Bremsung, die dann beginnen muss, wenn der Ferse maximal weit vom Sportgerät entfernt ist. Wer bremst dann schneller. Man könnte solche Bremsen schon recht gut konstruieren, aber bitte nicht mit Bremsen-Widerlagern in einem Quer-Loch in der Schuhsohle.

    Fest steht, dass mehr Leistung erzeugt wird, wenn mehr Muskeln, wie hier die Waden, arbeiten. Bei Klappsystemen scheint diese Leistung aber teilweise, völlig oder sogar zu mehr als 100 % aufgezehrt zu werden, durch andere system-inherente Faktoren. Wir haben damals mit einem 130 cm-Skating-Ski mit fester Ferse gute Fahrlesitungen erziehlt, die vermutlich für einen Wettbewerbsvorteil ausgereicht hätten, aber 130 cm waren zu gefährlich, wir hätten auf 110 cm herunter gehen müssen und diese Ski gleiten mit 60 bis 90 kg Belastung zu schlecht für Wettkämpfe. Für Freizeitsportler wären 110er Skatingski mit fester Ferse sicher eine gute Idee, aber dann beim Stürzen vielleicht auch keine so gute. Es müssten spezielle Sicherheitsbindungen erfunden werden. In der Praxis waren auch unsere Skeptiker von den kurzen "Fixies" schnell begesitert, denn das sichere Lauf- und Bremsverhalten und der geringere Platzbedarf mache neben den Sachargumenten einfach auch mehr Spaß. Wenn sich daraus ein neues Skisport-Grerät entwickeln sollte, wird es danach auch bald Wettkämpfe geben.

    Andrew
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    Harri B.

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    Re: Welche PROs und CONTRAs gibt es für den Vorderfußabdruck beim Cross-Skating?

    Beitrag  Harri B. am Mi 9 Dez 2015 - 12:17

    Hallo Andrew,

    deine Ausführungen sind der Hammer. Das Thema erscheint mir damit hinreichend erläutert. Aber da man gegen Überzeugungen und Bauchgefühl argumentiert, wird die Diskussion immer wieder anfangen. Deine Argumente und Erfahrungen unterstützen aber meine persönliche Meinung bis in tiefere Details. Nur zu gern werden ja Cross-Skater, die es wagen, die feste Ferse als sinnlos an Cross-Skates zu bezeichen, als ahnungslos dargestellt. Ahnungslos vom Skilaufen darf man dabei schon sein, aber wenn einer gleichzeitig Ahnung vom Cross-Skaten hat, dann müssen eben mal die Skifreaks die Klappe halten. Mit Ski-Know-How kann man halt nicht alles erklären, was auf der Welt passsiert. drunken

    Harri
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    Frank Röder

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    Re: Welche PROs und CONTRAs gibt es für den Vorderfußabdruck beim Cross-Skating?

    Beitrag  Frank Röder am Mi 9 Dez 2015 - 16:06

    Ja, Andrew, sehr interessant!
    Wenn du dich das nächste mal so qualifiziert und umfangreich auslässt, machen wir doch besser einen Redaktionstermin für einen Artikel im Magazin.
    Idea
    Frank


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    rodolfo

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    Re: Welche PROs und CONTRAs gibt es für den Vorderfußabdruck beim Cross-Skating?

    Beitrag  rodolfo am Mi 9 Dez 2015 - 21:56

    Danke, Andrew für deine äußerst interessanten Ausführungen. Man kann sich so sehr gut ausmalen, warum sich die "angeblichen" Geschwindigkeitsvorteile einer freien Ferse auf Asphalt bei langen Touren durch die Nachteile nicht nur neutralisieren, sondern sogar umkehren können.
    Bei Cross verliert der Skating-Stil Geschwindigkeitsvergleich "fixiert-frei" jeglichen Sinn. Und obendrein kommt noch der Sicherheitsfaktor hinzu.


    Zuletzt von rodolfo am Sa 12 Dez 2015 - 21:11 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreibung)

    Thomas Maurer

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    Re: Welche PROs und CONTRAs gibt es für den Vorderfußabdruck beim Cross-Skating?

    Beitrag  Thomas Maurer am Do 7 Jan 2016 - 19:38

    Hallo,

    also ist es dann so, dass der Vorderfußabstoß mit einer Bindung nur theoretisch "ökonomischer" ist, vor allem gefühlt, aber duch die Unsicherheit und weil die Beinmasse weiter nach außen bewegt wird und das Bein höher angehoben werden muss, dieser Effekt wieder aufgehoben wird?
    Das mit der größeren Sicherheit durch die fixierte Ferse leuchtet mit ein. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass man unter erschwerten Bedingungen, wie unebener Boden oder wacklige Knie durch starke Erschöpfung, mit fixierter Ferse sogar mehr Gas geben kann, weil man sich sicherer bewegt.

    Thomas

    derleinad

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    Re: Welche PROs und CONTRAs gibt es für den Vorderfußabdruck beim Cross-Skating?

    Beitrag  derleinad am Fr 26 Aug 2016 - 11:04

    Ich habe die Beiträge hier vor dem Kauf meiner ersten Skates gelesen und mich gegen ein Klappsystem entschieden.
    Allerdings möchte ich für Anfänger, neben den Sportwissenschaftlichen Erwägungen, einen Aspekt betonen, der mir in den ersten 3 Wochen auf Crossskates immer deutlicher wurde, hier aber eher nebenbei Erwähnung fand:

    Um sichter und stabil zu fahren ist es enorm wichtig, das Gewicht nicht auf das Vorderrad zu verlagern und das Vorderrad nicht hängen zu lassen. Ich bezweifel, dass ich das mit einem Gelenk sauber hinbekommen oder überhaupt bemerkt hätte.

    Bevor man also vermutlich die oben beschriebenen Probleme bemerkt, stellt man als Anfänger die Dinger mit der Klappbindung frustriert bei Ebay rein.
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    Ginkgotree

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    Re: Welche PROs und CONTRAs gibt es für den Vorderfußabdruck beim Cross-Skating?

    Beitrag  Ginkgotree am Di 8 Aug 2017 - 12:36

    Hallo derleinad,

    das mit dem frustrierten Aufgeben könnte wirklich aus den Gründen passieren, die du nennst. Wer erst einmal den Dreh raus hat, kann das dann kaum noch nachfühlen, weil es ja dann gut funktioniert, aber wer sich im Vorderfuß abstößt und dann auch noch das Vorderrad hängen lässt hat ja dann gleich mindestens zwei Probleme gleichzeitig: Ein komisches Gefühl mit den  dadurch ziemlich umnhandlichen Skates und ein größeres Sturzrisiko. Vom schlechteren Vorankommen und der höheren Anstrengung möchte ich hier noch gar nicht reden.
    Aber es ist schon auffällig, dass manche so schnell wieder aufgeben. Ich denke, wer mit etwas Geduld die ersten 10 bis 15 Stunden auf Cross-Skates überstanden hat, ist dann eher auf der "Gewinnerseite" und wird den Sport dann ziemlich eher überzeugt weiter betreiben.
    Idea 
    Ginkgotree

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mi 20 Sep 2017 - 22:13