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    Brocken"bezwingung" für Anti-Helden

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    Land-Ei

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    Brocken"bezwingung" für Anti-Helden

    Beitrag  Land-Ei am Fr 17 Mai 2013 - 15:08

    Muss mich auch mal zum Thema melden, auch wenn das hier vielleicht gar kein Thema ist.
    Aus Süd-Baden stammend war ich schon immer ein Freund von Bergen und habe einmal in Norddeutschland die Gelegenheit genutzt und bin auf den Brocken hochgeskatet.
    Angeregt von diesem Bericht bin ich von ganz unten bis ganz oben gefahren:
    http://www.cadvice.de/stahlrad_trekking/brocken_tour.html
    Eine GPS-Aufzeichnug konnte ich damals noch nicht anlegen, denn ich war im Sommer 2010 oben und hatte damals so ein Gerät noch nicht. Jedenfalls war mein Ehrgeiz die Zeit des besagten Radfahrers zu unterbieten, 1:01 Stunden.
    Ab Schierke habe ich dann eine Zwischenzeit genommen und mich dann schön gleichmäßig den Berg hochgearbeitet. Nach 49 Minuten war ich oben, keine Ahnung ob das gut ist, oder wie weit das war. Hätte ich eine Ahnung vom Streckenprofil gehabt, wäre es auch schneller gegangen. Was ist normal, vielleicht 45 Minuten?
    Ich verstehe den Aufriss über die angebliche Heldenleistung nicht, die man offensichtlich vollbringt, wenn man dort mit Skates hochfährt. Der Brocken ist sehr schön zu fahren, eine echte Empfehlung, aber man muss sich doch nicht so in den Medien aufspielen.
    Okay, zugegeben, diese 30 oder angeblich 50 (auf den Bildern sieht man eher die Hälfte) SKI-KER die dort HOCHGESKIKET sind, mögen vielleicht (?) die ersten SKI-KER gewesen sein, die dort oben waren. 2010 war ich auf meinen Powerslide Skates oben, aber ich bin eigentlich ein bekennender Cross-Skater, obwohl ich auch noch ein Paar aufgemotzte Skikes besitze. Fast schon wie Comedy wirkt die Szene im Video, wo der eine SKI-KER korrekterweise versucht zu erklären, warum es eigentlich richtig Cross-Skating heißt und ihm gleich eine ganze Fußballmannschaft ins fällt Wort, um wie irgendwelche Schul-Streber ziemlich holprig erklären, warum es SKI-KEN heißt. Da müssen wohl Sposorengelder geflossen sein, wenn man sich schon so um Begriffsverbiegung bemüht.
    Na dann SKI-KET mal weiter ihr SKI-KER. Ich betreibe weiter Cross-Skating, leiser vielleicht, aber voller Überzeugung.
    Außerdem ist mir aufgefallen, dass der Veranstalter dieses Bergauffahrens hier im Forum einmal für einige Tage Mitglied war. Mit Werbung als Ersteintag, so viel ich weiß. Entweder war es ihm hier zu ruhig oder er ist wegen des konsequenten Spamverbots rausgeschmissen worden und meldet sich nicht wieder, weil er hier nicht spammen darf.

    Euer Rolf Landinger
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    Gerald

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    Re: Brocken"bezwingung" für Anti-Helden

    Beitrag  Gerald am Fr 17 Mai 2013 - 19:01

    Hallo Rolf,

    Als bekennender Cross-Skater ohne Bergerfahrung habe ich einige Fragen bezüglich einer Tour die ich plane. Die Sellaronda ist Ende Juni und Mitte September jeweils einen Tag für den Autoverkehr gesperrt und für Fahrräder frei. Der Veranstalter hat auf Nachfrage auch Cross-Skaten zugelassen.

    Hierzu meine Fragen – bei langen Bergabfahrten wurde ich gewarnt dass die Bremsen nicht ausreichend zu kühlen seinen bzw. zu heiß werden, hast Du diesbezüglich Erfahrungen? Es geht über vier Alpenpässe mit ca. 2.100 Höhenmetern auf einer 58 Kilometerrunde. Wie kann man so etwas trainieren? Was denkst Du wie lange man für die Strecke braucht?

    Deine 49 Minuten für die 10 Kilometer mit ca. 500 Höhenmetern von Schierke auf den Brocken finde ich persönlich eine robuste Leistung. Lecker 12er Schnitt mit durchschnittlich 5% Steigung, also ich ziehe meinen Hut. Übrigens auch von all denen die den Brocken bezwungen haben. Nach Deiner Schilderung werde ich mir das Video mal ansehen. Da die Veranstaltung auf der Skike Homepage promotet wurde sollte es nicht verwundern, dass dann auch deren Sportgerät im Vordergrund stand, was immer man davon halten mag.

    Gutes rollen wünscht

    Gerald
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    Land-Ei

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    Re: Brocken"bezwingung" für Anti-Helden

    Beitrag  Land-Ei am Fr 17 Mai 2013 - 23:02

    Hallo Gerald,

    diese respektabel lange Bergtour von 58 KM würde ich lieber einmal mit rund 5 Stunden reiner Fahrzeit veranschlagen. Bei Pausen oder technischen Problemen natürlich noch länger.
    Ich bin sicher kein Maßstab zur Orientierung und auch kein ausgesprochener Bergspezialist, ich bin da nur relativ schmerzfrei und fahre einfach weiter wenn es schwer geht. Früher im Südschwarzwald ging es als Schüler 6 Jahre lang mit dem Dreigangrad zur Schule, da denkt man sich dann nichts mehr bei Bergen. Deswegen bin auch bestimmt kein guter Stratege, wie man Berge zu fahren hat. Ich hätte den Brocken auf 9 km mit nur 400 HM geschätzt, stellenweise wurde es einmal zäher, aber es waren auch Abschnitte dabei, da konnte ich wieder richtig Schwung holen. Ich denke schon, dass ich 10 km mit 500 HM deutlich unter 50 Minuten schaffe, aber ich habe das nie gemessen. Da ich jetzt die GPS-Geräte dazu habe, sollte ich das aber einmal tun. Die "Brockenbezwinger" wollen ja offenbar ihre Zeiten hinauf nicht Preis geben. confused
    Bergab finde ich auf Cross-Skates nicht sehr prickelnd, ich Bremse immer etwas an und lasse es bis max. 30/35 km/h laufen. Der Luftwiderstand bremst dann schon ganz gut und auf Strecken die ich kenne, konnte ich feststellen, dass flatternde Kleidung oder eine offene Jacke dazu führt, dass man ein ganz kleins Bisschen weniger bremsen muss. Aber das Flattern bringt auch Unruhe in die Haltung, was sicher nicht gut ist, wenn man schon etwas erschöpft ist. Bei 30 km/h werden auch die Reifen einigermaßen gekühlt, denn wenn ich versuche langsamer zu fahren muss ich nicht nur häufiger bremsen, es fehlt auch an Luftkühlung für die Reifen. Habe das aber nie wissenschaftlich untersucht, das ist mehr so eine Pi-mal-Daumen-Beobachtung.
    Ich habe leider keine ultimativen Tipps für bergige Regionen. Zwar komme ich ganz gut rauf, aber oft sind meine Strecken auch eher flach. Spezielles Bergtraining mache ich auch nicht, aber ich denke, es ist etwas anderes, ob man schon sein ganzes Leben mit Bergen zu tun hat oder einen halben Brocken für einen ganzen Brocken hält, weil man sich sonst noch nie an Berge heran getraut hat. Ich behaupte auch nicht, dass das alles "rein mental" ist, aber man hat sich viellicht früh abgewöhnt, sich bergauf nicht zu sehr zurück zunehemen und so die Berge trainiert oder es ist vielleicht auch umgekehrt, dass man die Krafteinteilung am Berg viel intuitiver vornimmt. Genau weiß ich es aber nicht.
    Ich kenne aber Holländer die Superberradfahrer sind und einen Ostfriesen, der ist ein sagenhafter Bergläufer geworden. Man kann sicher alles trainieren.
    Viel Erfolg bei deiner Bergetappe, ich hoffe, dass ich einen Bericht darüber lesen kann.
    cyclops
    Rolf
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    Re: Brocken"bezwingung" für Anti-Helden

    Beitrag  Frank Röder am Fr 17 Mai 2013 - 23:29

    Hallo Rolf, hallo Gerald,

    ich gebe dir Recht, Rolf, man kann Berge auch ohne besonderes Training bezwingen. Dann aber richtig gut aber nur, wenn man zu den "Bergvölkern" gehört. Und selsbt unter diesen gibt es einige, die am Berg grundsätzlich "kleben". Darum habe ich jetzt im Cross-Skating Magazin eine Artikelreihe über das Bergtraining begonnen. Es gibt da schon ein paar Methoden die etwas bringen. Und wie du sagst, man kann alles trainieren. Gerade bergauf sind enorme Leistungszuwächse möglich.

    Frank


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    53.000 km Cross-Skating seit 2005. 25 Cross-Skates in 13 Jahren: Trailskate, 13 x Skike V07. Aktuell: Nr. 20 SRB XRS06 Umbau / Nr. 22 "Rockskate 3" SRB XRS07-Umbau auf 7-Zoll-Reifen / Nr. 24 "Rockskate 4" SRB XRS02-Umbau auf 7-Zoll-Reifen / Nr. 25 Skitire Cruising-Prototyp. Meine Stöcke: "Tour" Einzelanfertigung Sondergröße 188,5 cm / "Rennstock" KV+ Tornado Sondergröße 186 cm / "Berg-Rennstock"  KV+ Tornado Sondergröße 179 cm. Meine Daten: 185 cm, ~73 kg, ~7,5 % Körperfett.
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    Hagi

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    Re: Brocken"bezwingung" für Anti-Helden

    Beitrag  Hagi am So 19 Mai 2013 - 15:23

    Den "Brocken" kennt doch jeder, oder ?

    Das sieht doch bei jedem anders aus. Der eine freut sich, wenn er den Hügel hinterm Haus mal endlich schafft. Der anderer fühlt sich erst wohl, wenn er mal den einen oder anderen Alpenpass hinter sich gelassen hat.

    So hat jeder seine eigen Grenze und jede Annäherung oder sogar Überritt dieser verdient entsprechenden Respekt.

    Wenn ich zurück denke bis ich endlich mental soweit war die schwäbische Alb in Angriff zu nehmen, mann-o-mannn, heute mach ich mir da gar keine Gedanken mehr drüber - man hat schon ein wenig den Respekt verloren, was einem definitiv hilft.

    Zurück zum Training: mir hat besonders ein entsprechender Trainingspartner geholfen.
    Mit der Zeit kam entsprechender Ehrgeiz dazu.

    Zudem hilft sehr viel Rollen, Rollen und zum Schluss noch ein Briese Rollen.

    Zwischen drin immer wieder mal so "nette" Schotterwege im Wald hoch. dass man meint, demnächst bricht der Stock.

    Aber alles mit viel Spaß und dem wohligen Gefühl es gepackt zu haben - was auch immer.

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    Re: Brocken"bezwingung" für Anti-Helden

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