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    Welche Cross-Skates für welchen Anspruch?

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    RocknRoller

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    Welche Cross-Skates für welchen Anspruch?

    Beitrag  RocknRoller am Do 3 Jul 2014 - 7:55

    Laut (unseriöser) Werbung kann ja jeder kinderleicht und immer überall cross-skaten. Scheinbar stellen sich aber doch bestimmte Voraussetzungen an Fahrer und Material, wenn man über Anfänger-Niveau hinaus kommen möchte.

    In einer sehr detaillierten Kurs-Beschreibung für fortgeschrittene Cross-Skater habe ich gelesen (Zitatanfang)...

    "VORAUSSETZUNGEN an die Teilnehmer:
    Gute Beherrschung der Skates wird vorausgesetzt. Oder pauschal: vorher mindestens runde 3000 km Erfahrung speziell auf Cross-Skates, davon mindestens 1000 km "cross". Das Leistungsvermögen sollte mindestens Zeiten unter 32 Minuten auf 10 km ermöglichen, off-road unter 36 Minuten.

    VORAUSSETZUNGEN an das Material:
    Schwere Cross-Skates erfordern in diesem Kurs auch extreme Fitness, daher möglichst leichte Sport-Cross-Skates benutzen. Als mindeste Rädergröße empfehlen sich 6-Zoll-Luft-Räder, Kunsstoffrollen sind unggeignet und gefählich, da wir auch auch nicht-perfektem Boden und off-road üben werden und auch bei einsetztender Nässe fahren, daher unbedingt Luftreifen montieren. Klappschienen-Skates oder solche mit so genanntem Fersenhub, sind für diese Stil nur für Skater mit sehr fundierter Ausbildung auf Skirollern geeignet. Manche Inhalte werden damit trotzdem extrem anspruchsvoll oder etwas riskanter werden (Bemerkung: Es kann zur Beschädigung der Klapp-Bindung bzw. Klapp-Mechanik kommen, da große Seitekräfte übertragen werden können). Alle Skates müssen einen guten seitlichen Fersenhalt bieten. Cross-Skates, welche die Ferse lediglich mit Haltebändern fixierten sind für fortgeschrittene Stilarten und die speziellen Cross-Skating Techniken ungeeignet! Benutzern von SRB XRS-Modellen empfehlen wir die vorherige Montage von Heel-Pads.
    "
    (Zitatende)

    So, da muss man also schon etwas üben und etwas fit sein, wenn man anspruchvollers Training anstrebt. Oh, Wunder, aber nichts anderes habe ich erwartet, nur gibt das wohl kaum sonst ein Anbeiter zu. Gut, die körperlichen Voraussetzungen bringe ich schon mit, doch ich denke, da scheiden schon rund dreiviertel der aktiven Cross-Skater aus. Und damit wohl auch rund 90 % aller anderen Trainer!  Embarassed
    Sehr ehrlich vom Kursanbieter, dass er den Kurs nicht jedem andrehen möchte um den Reibach zu machen. Noch offener und kritisch finde ich die Voraussetzungen an das Material. Dies bedeutet, dass gut zwei Drittel der Cross-Skates für wirklich fortgeschrittenes Fahren nicht geeignet sind. Ein Schlag ins Gesicht der Cross-Skate Industrie! Aber ich finde es glaubhaft und nachhvollziehbar. Damit ich nicht ganz ins Hintertreffen gerate oder sich bei mir allein durch das Equippement anfängermäßige Fehler einschleifen, werde ich mir diese Heel-Pads besorgen, denn auch das leuchtet mir ein. Dann habe ich wenigstens schon geeignete Skates für die Profi-Techniken. Allein diese ehrliche Beschreibung hat mir bei meiner Vorstellung meiner beabsichtigten "Cross-Skater-Karriere" ziemlich weiter geholfen. Der Sport ist auch irgendwo konsequente Arbeit. Warum liest man nicht mehr solcher Infos? Sind denn so viele Rattenfänger unterwegs, die nur Leute in die ihre Kurse locken wollen und selbst keine besonderen Qualitäsansprüche haben oder diese einfach selbst nicht vermitteln können? Es glaubt ja ohnehin niemand, dass es deutlich mehr als einige wenige dieser "Trainer" gibt, die etwas von ihrem Geschäft verstehen. In anderen Sportarten wird unter Sportlern oft von konkreten Trainingsinhalten gesprochen: Wieviel trainierst du? Wie sieht dein Trainingsplan aus? Trainierst du für einen Wettkampf oder eine Bestzeit? Nur im Cross-Skating nicht. Warum nicht?

    Und letzten Endes stellt sich natürlich die Frage: WELCHER CROSS-SKATE IST ÜBERHAUPT SPORTTAUGLICH oder WOFÜR TAUGLICH?
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    Thomas
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    Skatemarie

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    Re: Welche Cross-Skates für welchen Anspruch?

    Beitrag  Skatemarie am Do 3 Jul 2014 - 8:16

    Hallo Thomas,

    diese Fragen stelle ich mir auch schon seit einiger Zeit. Scheinbar war aber meine Wahl der Skates, zum Glück, schon richtig. Aber was du sonst noch hinterfragst, verdient es hinterfragt zu werden. Warum wird so selten zugegeben, dass dieser Sport auch anspruchsvoll sein kann? Wer das zugibt, tut das entweder etwas resignierend  ("zu anspruchsvoll für mich") oder gibt es lieber nicht zu, weil er/sie den Anspruch als Trainer nicht erfüllen kann. Nichts ist peinlicher, als deutlich fittere oder fähigere Kursteilnehmer, die damit vor Ort die Qualifikation des "Trainers" in Frage stellen.

    Ich wollte einmal meinen Segelschein erweitern und bin an eine komplette Pfeife geraten. Mehr als die Hälfte der Kursteilnehmer hatten bessere praktische und theoretische Kenntnisse als unser Herr Kursleiter. Von ihm habe ich rein gar nichts gelernt (so einiges aber von den anderen Teilnehmern durch den natürlichen Austaussch unter Gleichgesinnten). Ich habe mein Geld zurück verlangt, was scheinbar eine Premiere und auch ein Tabu war. Es gab mächtigen Ärger. Nach einigen "Instanzen" habe ich über den Verband mein Geld zurück bekommen. Aber einen Schein gab es für mich dann aber nicht, ohne Zahlung absolut ausgeschlossen! Das heißt also, Klappe halten und zahlen und du bekommst deine Inkompetenz bescheinigt. Da ich meine Kompetenz durch Erkennen dieses Versagers bewiesen habe, reicht mir das persönlich aus und seitdem lerne ich nur noch direkt von erfahrenern Seglern und das oft noch kostenlos. Auf keinen Fall werde ich in irgend einer Sportart noch einen Schein machen, ich bin doch nicht blöd, denn in meinem Fall sind die Schlechteren (und auch besser angepassten) mit dem begehrten Schein nach Hause gegangen.

    Da hat Frank mit seiner Weiterbildung wohl ähnliche Erfahrungen gemacht und drückt das mir dieser Kurs-Beschreibung auch aus. Finde ich klasse. Ich bin gespannt auf seine Antwort. Der Kurs klingt interessant, aber für die 32 Minuten muss ich noch etwas trainieren.
     bounce 

    Mary
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    Re: Welche Cross-Skates für welchen Anspruch?

    Beitrag  Admin am Sa 6 Sep 2014 - 12:41

    Hallo Thomas,
    das Cross-Skating Magazin hat jetzt angekündigt, sich mit dem Thema "Welchen Skate für welchen Zweck" zu beschäftigen. Wir weisen gern auf den oder die Artikel hin, die Ende 2014 bis Anfang 2015 erscheinen sollen.

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    Frank Röder

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    Re: Welche Cross-Skates für welchen Anspruch?

    Beitrag  Frank Röder am Sa 6 Sep 2014 - 12:56

    Hallo Thomas,

    mit dem leidigen Trainerproblem beschäftigen wir und im kommenden Winter noch einmal intensiver. Deine Kritik ist nämlich durchaus berechtigt und ich finde sie erfrischend konkretisiert. Am 4. Oktober treffen sich die Aktiven der Szene im Groß-Gerau um die inzwischen große Wissens- und Ideensammlung des Cross-Skating Sports noch zu ergänzen und Grundsatzprobleme zu diskutieren. Auch Verbandthemen kommen auf den Tisch. Du bist, wie alle anderen, eingeladen, daran teilzunehmen. Es muss sich mal etwas verbessern in diesem Bereich, damit der Sport endlich solide wächst.

    Frank


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    51.000 km Cross-Skating seit 2005. Meine Skates bisher: Trailskates, Skikes (insgesamt 13 Skikes in 5 Jahren). Meine Skates derzeit: Nr. 20 SRB XRS06 / Nr. 22 "Rockskate 3" SRB XRS07-Umbau auf 7-Zoll-Reifen / Nr. 23 "Skitire German Edition"/Nr. 24 "Rockskate 4" SRB XRS02-Umbau auf 7-Zoll-Reifen / Nr. 25 Skitire Cruising-Prototyp. Meine Stöcke: KV+ Tempesta Sondergröße 187 cm / KV+ Tornado Sondergröße 188 cm / Biathlonstock Prototyp 188 cm.
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    Re: Welche Cross-Skates für welchen Anspruch?

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