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    Wozu braucht man eine X-O-Bein Verstellung, wenn überhaupt?

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    Gastzugang

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    Wozu braucht man eine X-O-Bein Verstellung, wenn überhaupt?

    Beitrag  Gastzugang am So 29 März 2015 - 22:40

    Hallo Forumsmitglieder!
    Meine Frage steht ja schon oben. Über eine fachkunde Antwort würde ich mich freuen. Danke!
    Bernd
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    Frank Röder

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    Re: Wozu braucht man eine X-O-Bein Verstellung, wenn überhaupt?

    Beitrag  Frank Röder am Mo 30 März 2015 - 9:30

    Hallo Bernd!

    Wenn überhaupt, ist ein guter Ansatz. Wie haben in unseren Kursen 9 Jahre lang Skikes im Einsatz gehabt, in dieser Zeit haben sie sich nicht wesentlich verändert. Die Geometrie des Rahmens ist gleich geblieben. Der Radstand ist nach heutigen Erkenntnissen etwas zu kurz, der Stand auf den Skates zu hoch und die Befestigung der Ferse ist sogar mit den Jahren immer labiler geworden.
    Die viel gerühmte X-O Bein Verstellung lässt es zu die Lage des Wadengurtes auf dem Skate nach links oder rechts zu neigen. Anfänger stehen fast immer X-beinig (ging mir anfangs auch so) seltener O-beinig auf ihren Skikes. Durch relativ hohe Standhöhe und sehr wacklige Schuhbefestigung (sie war bis ca. 2010 etwas besser) wird dieser Effekt mindesten um den Faktor 2, eher 3, gegenüber einer Fehlhaltung auf einem ausgelatschten Schuh verstärkt. Die naheliegende Idee, das mit einer Einstellung am Skate zu beheben funktioniert zwar in manchen Fällen, ändert aber nciht an der Tendenz zur Fehlhaltung des Cross-Skaters. Die allererste Maßnahme ist daher, richtige Schuhe zu wählen (mit harten dünnen Sohlen, keine Fersendämpfung). Dann der geraden Stand wahrzunehmen udn zu erlernen. Das können mehr Cross-Skater als man denkt und auf keinen Fall sollte man an den Skates sollt man an den Saktes eine Verstellung vornehmen, die man nicht braucht. Rund zwei Dritteln der Ski-ker wurde, nur weil die Verstellschraube vorhanden war, damit suggeriert, die müssten auch eine Einstellung vornehmen. Fehlhaltungen treten konstruktionbedingt, bei Skikes tatsächlich überdruchschnittlich häufig auf. Aber bei Skikes braucht man die X-O-Bein-Verstellung eigentlich nur, weil es Skikes sind. Skikes haben schon immer eine asymmetrische Wadenschale, die eigentlich auch automatisch ein asymmetrische Haltung auf den Skikes aufzwingt. Das ist bis heute nicht geändert worden.
    Andere Cross-Skates haben diese X-O-Bein-Verstellung nicht oder brauchen sie nicht. Bei Powerslide werden die Schuhe seitlich auf der Schiene versetzt um ähnliche Einstllungen vorzunehmen und bei SRB kann man ganz ähnlich mit Hilfe von Heel-Pads, ebefalls wie beim Powerslide, die Schwerpunktlage seitlich verschieben, statt den Skate unter dem Fuß in seiner Längachse zu kippen. Biomechanisch ist das der viel bessere Weg, außerdem stabiler und handwerklich besser umgesetzt. Die X-O-Bein Verstellung neigt auch dazu sich alle paar Kilometer zu lockern, sofern man sie nicht radikal festzieht und damit für die Einstellung per Hand lahmlegt.
    Die serienmäßige Feststellschraube hält, wenn sie mit Handkraft angezogen wird, einfach nicht und lockert sich, dann kippt der Skike seitlich "auf Anschlag" in eine völlig Fehlhaltung oder klappert unkontrollierbar hin und her. Durch das Lösen der Schrauben und auch die viel zu kleine Befestigungsfläche der Wadenschale über diese X-O-Beinsverstelltung, wurden auch zahlreiche Brüche des Bremssattel provoziert, was oft zu Stürzen geführt hat. Als Ersatzteil wurden und werden daher Bremssättel bei Skikes sehr oft nachgefragt. Wenn dann noch der Schuh hinten auch noch ständig seitlich verrutschte, was ab den Modellen Skike VX und Skike Plus gar nicht mehr vermeidbar war, war auch ein Verstellen an X-O-Schrauben oft sinnlos, weil man einer ständig veränderten Position "hinterschraubte".
    Das war uns in unsren Kursen schon immer zu blöd und auch zu gefährlich, weshalb wir unsere Kurs-Skikes schon sehr früh mit einem stabileren Schrauben-Set ausgestattet haben. Als wir die Kurs-Skikes dann gegen Powerslide Skletons und SRB XRS Cross-Skates ausgetauscht haben, war das X-O-Bein Problem praktisch damit auch gleichzeitig verschwunden. Fast alls standen recht fürt viel gerade und korrekt auf ihren Skates oder waren zumindest motiviert die richtige Haltung zu erlernen statt an Schräubchen zu drehen. Powerslides haben eine symmetrische Wadenschale oder soager Schuhe und SRBs haben eine tieferen Stand und sind grundsätzlich viel stabiler und direkter
    Und bitte nicht verwechseln: Skike = Firma oder Marke, nur diese und keine anderen Produkte; Skate/Cross-Skate = markenneutrale Bezeichnung für Sportgeräte, also auch der Oberbegriff für alle Marken.

    Ich hoffe alles ausreichend erklärt zu haben.
    Frank


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    Der Cross-Skate-SHOP  |  Cross-Skating.de - das Cross-Skating MAGAZIN  |  Der Cross-Skating VIDEO-Kanal
    52.000 km Cross-Skating seit 2005. Meine Skates bisher: Trailskates, Skikes (insgesamt 13 Skikes in 5 Jahren). Meine Skates derzeit: Nr. 20 SRB XRS06 / Nr. 22 "Rockskate 3" SRB XRS07-Umbau auf 7-Zoll-Reifen / Nr. 23 "Skitire German Edition"/Nr. 24 "Rockskate 4" SRB XRS02-Umbau auf 7-Zoll-Reifen / Nr. 25 Skitire Cruising-Prototyp. Meine Stöcke: KV+ Tempesta Sondergröße 187 cm / KV+ Tornado Sondergröße 188 cm / Biathlonstock Prototyp 188 cm.
    "Irgendwo zwischen Gefühl und Verstand findet sich ein komisches Ding namens Gewissen."
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    Frank Röder

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    Re: Wozu braucht man eine X-O-Bein Verstellung, wenn überhaupt?

    Beitrag  Frank Röder am Mi 1 Apr 2015 - 9:38

    Hallo nochmal,

    ich muss auch angesichts zertifizierter Inkompetenz noch einmal intervenieren. Nein, hier in diesem Forum ist nichts dergleichen geschehen, aber eine Frage, nämlich warum sich Skikes bei Fahren nach innen neigen, wurde an anderer Stelle so oberflächlich und fahrlässig beantwortet, dass das schon an Fehlinformation grenzt. Die kursiv hervorgehobene Grundfragestellung wurde dann noch mit der berechtigten konkreteren Fragestellung vom Ratsuchenden abgeschlossen, ob sich die Einwärts-Neigung mit zunehmender Zeit auf den Skates von allein korrigiert.

    Die Antwort "nein" ist falsch, denn es kann zwar durchaus sein, dass nicht, aber wer hinzu lernt, korrigiert auch in der Regel seine Haltung, steht also auch gerader auf den Skates. Es  sich kann also in eizelnen Fällen das Problem mit der Zeit durchaus von selbst erledigen. Ich weiß, dass die Antwortgeberin selbst keine berühmte Haltung auf den Skates hat, trotz zahlreicher "Zertifikate", dei das offenbar nicht zu ändern vermochten.

    Die 2 Gründe, warum Skates (der Fragesteller hat einer Skike, das muss man berücksichtigen) nach innen kippen, werden lediglich mit, 1. extreme X-Beine und 2. Unsicherheitsgefühl genannt.

    - Ja, extreme X-Beine kommen in Frage, aber ebenso auch leichte oder gar keine.
    - Unsicherheitsgefühl macht in der Haltung zunächst nichts aus, es muss schon eine unsichere Haltung Vorliegen und nicht nur ein "Gefühl".

    Weitere Gründe, welche die Ratgeberin nicht kennt:
    - falsche Fahrtechnik
    - motorische Probleme
    - Fahrbahnneigung (manche fahren gern ganz rechts, wo die Fahrbahn schräger ist)
    - falsche Einstellung der Skates (Neigung oder laterale Schwerpunktlage)
    - lockere X-O-Beinverstellung (nur bei Skikes) / falsche igestellte X-O-Beinverstellung (oft wird in die falsche Richtung gestellt)
    - asymmetrische Wadenschale (nur bei Skikes)
    - frühere Verletzungen
    - Wadenform in Kombination mit dem Wadenpolster
    - ungeignetes Schuhwerk (z.B. Schuhform, Sohlenbauart, Sohlendicke usw.)
    - sowie weitere Gründe...

    Auf das alles sollte man bei diesen Problembild achten und Trainer, die nur etwas praktische Erfahrung besitzen und ihren Job verstehen, achten auch auf solche Punkte. Wink
    (Das nur mal so nebenbei zum Thema Beratung in Foren und zettelfizierte Trainer)

    Frank


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    Re: Wozu braucht man eine X-O-Bein Verstellung, wenn überhaupt?

    Beitrag  Harri B. am Mi 1 Apr 2015 - 14:47

    Das heißt also 11:2 für Frank. Das löst bei mir eine gewisse Genugtung aus. Wie ich offen zugebe, aus persönlichen Gründen, aber diese Erfahrung hätte ich ja, bei fairer Behandlung, gar nicht machen müsssen. Die Frau lässt eben kein Kompetenzschlagloch aus! Trotzdem, super Frank, weiter so! What a Face

    Euer Harry

    Maiblum

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    Re: Wozu braucht man eine X-O-Bein Verstellung, wenn überhaupt?

    Beitrag  Maiblum am Mi 1 Apr 2015 - 23:38

    Nein, braucht man meistens nicht, diese XO-Verstellung. Aber wieder einmal typisch Frank, wie er nur für eine kleine Richtigstellung, hier fast so etwas wie einen Vortrag aus dem Hut zaubert. Auch What a Face
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    Harald
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    rodolfo

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    Re: Wozu braucht man eine X-O-Bein Verstellung, wenn überhaupt?

    Beitrag  rodolfo am Do 2 Apr 2015 - 2:52

    Es gibt eben -wie von F. schon so detailliert beschrieben- sehr viele Faktoren, welche diese falsche Anfänger-Haltung bewirken können. Habe ich selbst höchstpersönlich vor 5 Jahren mit meinen V07 erleben dürfen.
    Ein Freund hatte uns ein paar gebrauchte V07 zur Verfügung gestellt. Meine hatten auf der rechten X-O-Bein Verstellung keine Unterlegscheibe. Demzufolge rutschte ich, der unbewusste Anfänger, natürlich in kürzester Zeit unkontrolliert seitlich hin und her, obwohl ich die Flügel-Mutter doch angezogen hatte. Ich konnte mir gar nicht erklären warum ich so „depp-artig“ auf dem rechten Skate lief (und auf dem Linken war der Radstand auch noch nicht ganz gerade). Als ich 10 Tage später dann meine Neuen hatte, kam ich hinter das Problem, aber trotzdem musste ich oft nachziehen. Schließlich habe ich die Flügelmutter durch eine ganz normale Mutter ersetzt, die ich mit dem Schlüssel sehr fest und genau in der Mitte anzog. Da die neuen Skates natürlich auch besser (ohne Gelenk-Spiel) liefen, ging es also sofort etwas besser. Außerdem bemerkte ich, dass man mit besser angepasster Wadenschale auch besser stabilisieren konnte. Mit der Zeit fand ich auch die richtige Schuhpositionierung und vernietete die Fersenbleche (die Nieten erneuere ich so alle 4000km), denn auch mein Klett bewegte sich etwas. Und damit die Ferse auch 100% bombenfest saß (kein nach-oben-Rausrutschen mehr), habe ich schließlich auch zu meinen Schuhen passende Hartgummi-Fersensicheln auf halber Fersenblech-Höhe angebracht. Damals war meine Hinterradlast eben noch nicht so gut.
    Aber ich hatte in den ersten Monaten noch mit einem ebenso wesentlichen Problem zu kämpfen: Unser Freund (mit Inliner-Erfahrung) hatte mich falsch beraten (weil ihm dies seinerzeit ebenfalls von einer „zettelfizierten“ Seite so beigebracht wurde). Ich sollte auf Vorderradhöhe einstechen belehrte er mich… und mit zu kurzen Stöcken obendrein… leider schenkte ich ihm anfangs noch Glauben. Ihr könnt euch vorstellen, was für eine Kasperle-Vorstellung   What a Face  Laughing  Razz  lol!   dieser blutige Anfänger da abgab Weil ich so natürlich auch Angst hatte einzufädeln, war meine ganze Körperstellung folglich grundfalsch. Erst als ich mich auf unserer ersten Videoaufnahme sah, und merkte, dass Mariana (die auf Anhieb schon viel besser rollte) auf Beinhöhe einstach, tat ich es ihr gleich, und schwuppdiwupp: mein Grundproblem war gelöst. Alles wurde schlagartig besser.  cheers  sunny
    Später studierte ich die damals noch wenigen, guten Video-Beiträge, wie z.B. das legendäre Verfolgungsrennen mit Frank und Mirko, welche uns ein gutes Stück weiterhalfen. Den Permanentschub (so wichtig für uns wie 1:2) hätten wir sonst womöglich nie gelernt, und dafür sind wir sehr dankbar.

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    Re: Wozu braucht man eine X-O-Bein Verstellung, wenn überhaupt?

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