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    Vegetarische Ernährung

    Toja
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    Vegetarische Ernährung Empty Vegetarische Ernährung

    Beitrag  Toja am Mi 22 Jan 2020 - 12:25

    Wie ist eure Erfahrung mit vegetarischer Ernährung im Sport?
    Er wird ja manchmal noch ein Hype darum gemacht, dass durch den rituellen Verzehr von Tieren immer noch geheimnissvolle Kräfte erwecken könne, die man mit pflanzlicher Kost nicht mobilisieren können soll. Suspect

    Toja
    Frank Röder
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    Vegetarische Ernährung Empty Re: Vegetarische Ernährung

    Beitrag  Frank Röder am Di 28 Jan 2020 - 18:26

    36 Jahre nur gute Erfahrung mit vegetarischer Ernährung. Also mit der Ernährung, nicht mit denen, die Essen verteilen oder verkaufen. Es nervt schon etwas, wenn man in diesem Jahrtausend noch ständig nachfragen muss, ob dem Essen nicht doch irgend etwas Geschlachtetes beigemischt ist. Da fühle ich mich auch im dritten Jahrtausend oft noch wie im Mittelalter. Ich dachte, wir lernen dazu, aber ich höre tendenziell oft immer ältere und verstaubtere Argumente gegen vegetarische Ernährung, auch wenn es angeblich mehr Vegetarier gibt. Vielleicht in Deutschland, weltweit strebt die Dritte Welt (sorry, für den diskriminierensne Begriff) aber auch zum "Statussysmbol Fleisch", so dass ich denke, dass die Fleischwirtschaft derzeit noch schneller wächst als die Menschheit.

    "Was ich nicht umbringen kann, esse ich auch nicht. Ein Tierfreud beißt einfach nicht in Tiere", das wurde mir schon als Kind immer bewusster und kurz bevor ich 18 wurde, habe ich es meinem "besorgten" Umfeld mitgeteilt. Was ich nicht alles für Ratschläge bekommen habe. So ziemlich alle falschen Tipps, die sich die Menscheit seit dem Pyraidenbau ausgedacht hat. Ich solle doch wenigstens ein kleines Stück Fleisch jeden Tag essen "wegen deinem Eiweiß" und viel Spinat "wegen dem Eisen". Die Eisenlüge war damals schon seit Jahrzenten aufgedeckt und mein Eiweiß wäre es nur, wenn ich mir selbst ins eigene Fleisch beiße. Da war für mich gar nicht viel Sentimentalität dabei, die Argumentation war verdammt trocken und rational - zu rational für viele, die aus Überzeugung und Lust Fleisch aßen. Genaugenommen hatte ich ja schon rund 10 Jahre lang recherchiert, um mir diese Meinung zu bilden und dann endlich konsequent danach zu handeln. 10 Jahre Recherche gegen Ernährungsweisheiten von Uroma oder den Pharaonen, da wollte mich bald keiner mehr bekehren und ich war schnell als Klugscheißer und junger Besserwisser abgetan. Natürlich wurde auch angenommen, jemand habe mir das alles eingeredet. Ich musste mir damals all das anhören, was sich die "Genetation-Greta" heute anhören muss und ich bekomme es auch noch heute manchmal noch zu hören. Immerhin wird es im Allgemeinen mehr toleriert als vor 36 Jahren.

    Am Schlimmsten finde ich aber eigentlich Mode-Vegetarier oder die noch auffälligeren Trend-Veganer, die sich urplözlich zum Veganismus bekennen und der ganzen Welt mit peinlich weit erhobenem Zeigefinger erklären welche Helden sie sind und einige Monate später doch wieder ausnahmsweise Fleisch essen und natürlich auch dafür eine Begründung liefern können. Kurz darauf erklären sie, welchen Fehler Vegetarier mit ihrer Ernährung begehen und wie wichtig Fleisch für die Ernährung und die Gesellschaft (eher Wirtschaft) sen. Auch für das Weltklima und den Teil der Weltbevölkerung, der nicht an unserem Tisch sitzt?
    Fakt ist, dass wir heute locker 10 Milliarden Menschen gesund satt bekommen können, wenn die Nahrung nür besser verteilt würde und etwa doppelt so viele, bei weniger als dem halben CO2 Ausstoß, wenn die Menscheit sich vorwiegend vegetarisch ernähren würde. Nötig haben wir es schon lange nicht mehr, uns von Tieren zu ernähren. Wir wollen uns aber offenbar nichts von unserem eigenen Wissen vorschreiben lassen. Aua, das tut weh.

    Was den persönliche Nutzen der vegetarischen Ernährung betrifft: Mangelkranheiten, die ich noch als fleischessendes Kind hatte, waren bei mir schon als junger Erwachsener verschwunden. Aber ich muss dazu sagen, dass ich mich auch sehr gut auskenne, was man essen muss, um sich vielseitig zu ernähren. Die erwähnten Mode-Veganer, die nur der eine hippe Kochbuch kennengelert haben, werden sich aber keinen Gefallen tun, so schlecht informiert zu essen.

    Frank


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    Rund 60.000 km Cross-Skating seit 2005. 27 Cross-Skates in 15 Jahren: u.a. Trailskate, 13 Skikes, Powerslide "Rockskate 2"-Umbau. Aktuell: SRB XRS06 Umbau; "Rockskate 3" SRB XRS07-Umbau auf 7-Zoll-Reifen; "Rockskate 4" SRB XRS02-Umbau auf 7-Zoll-Reifen. Meine Stöcke: "Tour" aus Modular-Karbon in Sondergröße 188,5 cm / "Renn+Trainings-Stock" KV+ Tornado Sondergröße 185 cm / "Berg-Stock"  KV+ CH-1 Sondergröße 179,5 cm. Biometrie: 185 cm, ~72 kg, ~7,5 % Körperfett.
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    Beitrag  Carlos R. am Di 28 Jan 2020 - 19:04

    Ich auch!
    Obwohl wir eine Landwirtschaft betreiben, waren schon meine Eltern Vegetarier. So hatte ich nie Probleme mich durchzusetzen, es ist für mich das Normalste auf der Welt. Es ist aber regelrechter Bullshit, wenn immer wieder behauptet wird, der Pflanzenanbau sei auf die "natürliche Düngung" der Stall-Exkremente angewiesen. So viel wie auf Europa Landwirtschaftflächen geschissen wird, das gibt es in keinem natürlichen Biotop, das weiß ich bestimmt. Tierexkremente sind einfach nur billger Dünger, aber es ist viel zu viel und damit zu düngen spart auch erhebliche Entsorgungskosten. Stellt euch mal vor, man würde etwa 60 bis 65 mal mehr Kläranlagen bauen müssen, nur um die Kacke der Tiere so zu entsorgen, wie die menschliche. So etwa ist nämlich die Größenordnung. Dann hätte jede Stadt einen Stadteil namens Kläranlage!
    Ich kenne die alten Argumente die gegen Vegetarismus angeführt werden, früher waren die Bauern die stärktsten Verfechter. In den letzten Jahren scheinen sie aber erheblich mehr von den Zusammenhängen zu verstehen und scheinen mir sogar aufgeschlossener zu sein als der Durchschnitt der Bevölkerung zu sein. Wir produzieren hautpsächlich Bio-Kräuter, ohne Dünger und sogar mit Gewinn. Die bäuerlichen Kollegen würden fast alle gern auf Bio umstellen und viele auch ihre Viehzucht aufgeben, wenn sie mehr Untersterstütung von Gesllschaft und Politik hätten. Ein Bauernkollege, der noch Rinder hat, meinte sogar: "Auch Bio-Fleisch ist Augenwischerei, die Viecher machen ja keine freiwillige Körperspende, wenn sie in den Schlachhof gehen."
    Ein Rinderzüchter bekräftigt die Argumente der Vegetarier, so weit sind wir schon.
    Aber ich denke, das wird an den Kochtöpfen entschieden.
    Ich mag auch alle Viecher...  cat  pig  rendeer  elephant
    Und natürlich auch... flower
    Carlos
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    Beitrag  Ginkgotree am Do 13 Feb 2020 - 20:14

    Und ich ebenfalls!
    Was mir nicht alles für Argumente entgengebracht wurden, weshalb ich "krank" werden würde, wenn ich kein Fleisch mehr essen, denn "Fleisch muss sein" usw.. Na klar, und Haribo macht Kinder froh! Da die meisten ihr wissen schon immer größtenteils aus der Werbung bezogen haben und heute sicher mehr als zwei Drittel aller Texte im Internet praktisch auch so etwas wie Werbung sind, sollte man sich zunächst durch gar nichts aus der Ruhe bringen lassen, wenn man sich für vegetarische Ernährung interessiert und sich umfangreich selbst informieren. Natürlich sollte man auch unbedingt aktive Vegetarier (damit meine ich authentische "Anti-Trend-Vegetarier") oder Fast-Vegeratier nach ihren Erfahrungen fragen.

    Ginkgotree

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