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    Welche Anlage soll ich kaufen MoBi-One, Röhm oder Anschütz?

    Frank Röder
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    Welche Anlage soll ich kaufen MoBi-One, Röhm oder Anschütz? Empty Welche Anlage soll ich kaufen MoBi-One, Röhm oder Anschütz?

    Beitrag  Frank Röder Fr 28 Okt 2011 - 11:49

    Diese Frage ist natürlich die, die sich jeder Interessent stellen muss. Es gibt auch noch weitere Hersteller (zumindest treten sie so auf), die allerdings bisher selten mehr als einen spektakulären Internetauftritt hingelegt haben.
    Was hinter der Frage steckt ganz klar, man möchte Qualität kaufen und Spaß haben. Das Streben nach Standards im Modernen Biathlon wurde schon 2005 angeregt und seit 2006 wird dazu öffentlich eingeladen, damit nicht Hinz- und Kunz basteln, was sie möchten, was am Ende womöglich weit an den Anforderungen des Modernen Biathlons vorbei geht. Nichts gegen "Basteln", aber es kommt immer darauf an, was dabei heraus kommt (genauer: ob es den Sport weiter bringt). Außerdem gibt es in jeder Sportart eine Lobby, die eine Art Monopol in der jeweiligen Sportart antrebt, wodurch ein Sport dann eigentlich kein Sport mehr wäre. Eigentlich undenkbar, aber Beispiele wie Speedminton und andere "Markensportarten" zeigen, wie es eigentlich nicht sein sollte, was nun aber keine qualitatve Wertung sein soll.
    Zufällig weiß ich genau, wie die Entwicklung beim Modernen Biathlon manipuliert und kartellisiert werden sollte, nur leider ist die Sportart zu "poplig", dass sich ein echtes Engagement für die großen "Waffenhersteller" lohnt. So wurde Lichtschießen von ihnen lange wie "Kinderschießbudensport" behandelt, der nichts für echte Schützen sei. Die Entwicklung schwenkt aber derzeit weltweit stark um (Moderner Fünfkampf und manche Stadion-Biathlons) und etwa ab 2015/16 wird auch der Schießsport immer mehr zum elektronischen Schießen orientieren. Dieser Trend hat nun unaufhaltsam eingesetzt.
    Erkannt und ernst genommen wurde er allerdings offenbar zuerst nur vom Kleinhersteller des MoBi-One Systems, das von Anfang an exakt an die Erfordernisse des Modernen Biathlons angepasst wurde.
    Als völlig destruktiv und Superbremse in der Szene haben sich immer wieder Gerüchte gezeigt, die sinngemäß etwa wie folgt lauteten: "Wartet mal bis 2009/2010/2011/2012 usw., dann sind die Probleme gelöst und es kommen Super-Geräte auf den Markt". Das bezog sich aber nicht auf die Marke die dann 2011 wirklich mit sportler- und veranstaltergerechten Geräten auf den Markt kam.

    Ich versuche die Systeme hier einfach einmal zu vergleichen (Stand Ende 2011):
    A = Anschütz
    M = MoBi-One
    R = Röhm

    Alle Systeme kosten in der Grundausstattung (1 Gewehr und 1 Biathlonziel) rund 800 €.

    Optik/Aussehen
    A: Cobwoy und Wildwest-Gewehr, klassischer "Gewehr-look"
    M: furistisch-organisches Design, schwer als Gewehr erkennbar
    R: Sportgewehr, als solches gut erkennbar

    Gewicht
    A: ca. 2,3 kg
    M: 1,7 bis 3,3 kg
    R: 2,1 bis 2,9 kg

    Zielvorrichtung
    A: Kimme-Korn oder Diopter
    M: Diopter, Zielfernrohr oder Red-Dot
    R: Kimme-Korn, Diopter oder Red-Dot

    Ergonomie
    A: zufriedenstellend, aber besser, als man nach dem Äußeren glauben mag
    M: hervorragend, sehr aufrechte und rückendschonende Haltung, viele Griffmöglichkeiten, sehr ruhiges Halten kann schnell erlernt werden
    R: gut bis sehr gut, da verstellbar

    Auslöser-Druckpunkt
    A: nicht vorhanden, stört relativ wenig
    M: nicht vorhanden, stört fast gar nicht wegen ausgewogener Ergonomie
    R: nicht vorhanden, stört relativ wenig (kann aber mit "Match-Abzug" nachgerüstet werden)

    Nachladen (wird vom Regelwerk nicht gefordert)
    A: Druckknopf mittig oben am Schaft, "nachladen" ist notwendig für erneutes Auslösen, Vorgang ist für Links- und Rechtshänder gleich
    M: nicht vorhanden, "nachladen" ist nicht notwendig für erneutes Auslösen, "nachgeladen" wird automatisch (= "Dauerfeuersperre")
    R: recht unergonomischer Hebel rechts am Schaft (nur für Rechtshänder), "nachladen" ist nicht notwendig für erneutes Auslösen

    erhältliche Ziele
    A: 5-fach Ziel (Standard)
    M: Monoziel (Standard)
    R: Monoziel, 5-fach Ziel (Standard) und analoges Ziel erhältlich

    Trefferanzeige
    bei allen: 5-fach-LEDs

    Trainings und Wettkampfmodi:
    A: 1 Modus (nicht einstellbar)
    M: 4 bis 5 Modi (sehr leicht einstellbar, alle Modi speziell für Biathlon, evtl. Nachtbiathlon-Modus)
    R: realtiv viele Parameter einstellbar (etwas umständlich), ergibt trotzdem nur ca. 2-3 sinnvolle Modi für Biathlon

    Treffererkennung (gemessen mit 400 Treffern, das Regelwerk ist mit geforderten ">99 %" nicht beonders anspruchsvoll)
    A: 94 bis 99 %* (Durchschnitt 96,5 %), eigentlich zu gering für Wettkämpfe
    M: 100 %
    R: 95 bis 99 %* (Durchschnitt 96,75 %), eigentlich zu gering für Wettkämpfe
    * bezogen auf 100er Serien

    Stromversorgung
    A: 230 Volt-Kabel
    M: Batterie/Akku, stromnetzunabhängig
    R: 230 Volt-Kabel (Umbau auf Batterie möglich), Monoziel mit Baterie/Akku

    Bedienung/Reset
    A: Fernbedienung, relativ enger Steubereich ("Zielen" auf das Ziel notwendig)
    M: intelligentes Auto-Reset, keine Fernbedienung nötig
    R: am Gerät durch Ein-und-Ausschalten (kann auch über Stromkabel-Schalter aus der Distanz zurückgesetzt werden)

    Aufbauzeit (für eine Anlage)
    A: ca. 60-90 Sekunden
    M: ca. 15-25 Sekunden
    R: ca. 60-90 Sekunden

    Tolaranz gegenüber Entfernungsveränderung* (von 7,50 auf 10 m bzw. von 6,50 auf 8,50 m)
    A: 27 mm, unakzeptabel, muss bei Zielentfernungsänderung nachjustiert werden und Zielentfernung muss dann auf ca. 50 cm genau eingehalten werden.
    M: 5 mm, akzeptabel, die Zielentferneung kann im Wettkampf erheblich variiert werden
    R: ca. 25 mm, unakzeptabel, muss bei Zielentfernungsänderung nachjustiert werden und Zielentfernung muss dann auf ca. 50 cm genau eingehalten werden.
    * Anschütz und Röhm haben 35 mm-Ziele, MoBi-One hat 30 mm-Ziele entsprechend einer Standardentfernung von 10 und 8,50 Metern)

    Nun kann jeder selbst entscheiden, wie welche Punkte von ihm persönlich bewertet werden.

    Frank



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    Welche Anlage soll ich kaufen MoBi-One, Röhm oder Anschütz? Empty Re: Welche Anlage soll ich kaufen MoBi-One, Röhm oder Anschütz?

    Beitrag  Hagi So 30 Okt 2011 - 9:31

    Danke für die gute Übersicht.

    Ist das Thema Fremdlicht bei allen Geräten, nicht mehr relevant ?

    Unser Eigenbau hatte da zum Teil extreme Schwierigkeiten. OK, wir haben einiges verbessert, trotzdem bleibt ein Restrisiko.

    Ich weiß, dass Mobi-One bei Schnee und Sonnenschein noch problemlos funktioniert hat (ich glaube mehr Fremdlicht gibt es nicht).

    Tests bezüglich Außentemperatur-Differenzen wären vielleicht auch angebracht.
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    Welche Anlage soll ich kaufen MoBi-One, Röhm oder Anschütz? Empty Laserbiathlon / Moderner-Biathlon und Fremdlicht

    Beitrag  Mirko Fuchs Di 1 Nov 2011 - 11:23

    ...nach fast einem Jahr ohne Forumsbeiträge erst mal ein kurzes 'Hallo' und dann gehe ich gleich auf die von Hagi angesprochene Fremdlichtabhängigkeit ein - die Entwicklung unseres zuverlässigen Zielsensors hat rund zwei Drittel der Entwicklungszeit geschluckt, war aber in meinen Augen unabdingbar. Ist der Laserpunkt beim Abdrücken im Ziel, hat das Ziel nur eine Aufgabe, die unter allen möglichen und unmöglichen Bedingungen im Außenbereich erfüllt werden muss, die Anzeige des Treffers.
    Hierbei liegt bei den bisherigen Systemen das Hauptproblem nicht nur bei dem hellen Sonnenlicht, was man als entscheidender Störfaktor vermuten könnte, sondern an dem durch Reflexionen (Schnee, Sand, Asphalt) modulierten 'Flimmerlicht', welches nicht abschirmbar bzw. nicht filterbar ist.
    Diese Reaktionen auf das Fremdlicht können entweder die Anlage blockieren, Treffer werden nicht angezeigt, oder es kommt zu Scheinauslösungen, ohne dass der Laserpunkt im Ziel war.
    Hagis Anlage interessiert diese Störgröße z.B. gar nicht, weil bei ihm nur Helligkeitsunterschiede ausgewertet werden. So arbeiteten vor 15 Jahren die ersten Anlagen, dann wurde eine Blitz- und Fremdlaserlichtunabhängigkeit gefordert, weshalb auf die Auswertung von moduliertem Licht gesetzt wurde. Das beseitigte zwar das erste Problem, schuf jedoch wieder die bekannten neuen Stolpersteine, die wir glücklicherweise bei Seite räumen konnten.

    Nächster Punkt ist die Spannungsversorgung, Strom aus der Dose oder Batterie/Akku. Wir wollten eine flexible, mobile Anlage, deswegen war die Versorgung über ein Netzteil keine Alternative, auch wenn es wiederum einige hundert Stunden Entwicklungszeit erspart hätte. Die Versorgung aus einer Batterie erfordert ein ausgeklügeltes Powermanagement, damit die Anlage erstens eine lange Laufzeit hat (bei uns zwischen 25 und 50 Stunden), und dann auch noch unter Extrembedingungen wie Minusgrade und teilentladenen Batterien jeden Treffer auch als solchen anzeigt.

    Natürlich kann man jedes einzelne, netzversorgte Geräte jeweils auch eine Autobatterie mit Spannungswandler hängen, für uns jedenfalls keine Alternative.

    Zuguterletzt sei noch in diesem Zusammenhang die extreme Leuchtkraft unserer eingebauten Trefferanzeige erwähnt, die natürlich auch ohne entsprechende Intelligenz der Schaltung die Akkus in kürzester Zeit leerziehen würden.
    Das aktuelle Highlight ist natürlich für Veranstalter und Zuschauer unsere Großanzeige, die die fünfzigfache Leuchtkraft unserer kleinen Anzeige hat, trotzdem mobil, ohne Stromanschluß über mindestens 30 Stunden Dauerbetrieb ihre Dienste leistet, und das erkennbar aus 50 Meter Entfernung bei strahlendem Sonnenschein, auch bei seitlicher Sicht auf die Anzeige.

    So, das sollte zur Vervollständigung erst mal reichen, mehr Details können dann bei einem der zukünftigen Workshops besprochen werden, bei denen angehende Veranstalter oder auch nur sportlich interessierte Leute etwas tiefer in die Materie eintauchen können.

    Gruß

    Mirko

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    Welche Anlage soll ich kaufen MoBi-One, Röhm oder Anschütz? Empty Re: Welche Anlage soll ich kaufen MoBi-One, Röhm oder Anschütz?

    Beitrag  Frank Röder Di 1 Nov 2011 - 12:16

    Oh ja, in Sachen Sorgfalt und Selbskritik, was die Zuverlässigkeit und Flexibilität der MoBi-One Anlage betrifft, da habe ich in den letzten Jahren viel Frustrierendes von den Entwicklern mitbekommen. pale Die haben sich fast ins Koma gearbeitet.
    Allein die mehreren Dutzend Software-Versionen bis zur Marktreife, sprechen für sich. Für den Kunden ist das aber natürlich im Resultat um so positiver. Smile

    Meine Beobachtung bei Röhm- und Anschützanlagen hat gezeigt, dass sie manchmal auf Fotoblitzlichter ansprechen und manchmal auch gar nicht. Einmal konnte ich an einer Anschützanlage sogar Treffer durch Sonnenspiegelungen an einer Autotür provozieren. Röhmziele habe ich als relativ sensibel regierend auf Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen kennengelernt. Insgesamt kann ich das zwar kaum als Messergebnis bezeichnen, aber eine gewisse Störanfälligkeit zeigte sich schon unter bestimmten Bedingungen und ich glaube kaum, dass man solche Situationen, wenn es darauf ankommt, wie in Wettkäpfen, immer vermeiden kann.

    Frank


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